|
Vom 9. bis zum 19. Jahrhundert hatte die Malerei des Abendlandes ein Ziel: die Natur so getreu wie möglich zu imitieren, Dinge so zu porträtieren, wie sie das menschliche Auge sieht. Mit Erfindung der Fotografie übernahm jene die Abbildung des Naturalismus und drängte die Malerei in der Abstraktion. Der berühmte englische Maler, David Hockney, verursachte 2001 einige Aufregung, die die Wissenschaft der Kunst auf den Kopf stellte. Nach sehr überlegten und detaillierten Studien argumentierte er, dass Maler bereits seit dem frühen 15.Jahrhundert eine ganze Reihe optischer Hilfsmittel benutzten, um die Natur zu kopieren! Optische Instrumente wie die Camera Obscura und fortgeschrittene Technologien wie Zeichenmaschinen, die nie ernsthaft erforscht wurden, obwohl sie in zahlreichen Texten erwähnt werden! Martin Kemp, Autor der einzigen Referenzarbeit auf diesem Gebiet ("The Science of Art") revolutionierte die Kunstgeschichte mit seinen Erkenntnissen, und ist Berater dieses Films, wo Forscher die Malerei der Alten Meister neu studieren. Folgende Fragen werden erstmals gestellt: Welche Werkzeuge hatten die Maler zur Verfügung? Was versuchten sie damit zu erreichen? Was bedeutet das für ihre Technik und Komposition? Welche Beziehung besteht zwischen Wissenschaft und Kunst? - Unser Film ist wie eine polizeiliche Nachforschung aufgebaut ...
 |
Hilfsmittel der Maler im 15. Jahrhundert - Camera Obscura |